Strombeschaffung für Unternehmen: Warum ein einziger Kauftag Ihr Energiebudget beeinflussen kann
Ihr Strombedarf entsteht über das ganze Jahr. Warum sollte der Preis dafür von einem einzigen Beschaffungszeitpunkt abhängen?
Gerade bei produzierenden Unternehmen verteilt sich der Stromverbrauch unterschiedlich über Tage, Wochen und Monate. Trotzdem wird der benötigte Strom häufig zu einem festen Zeitpunkt für einen längeren Zeitraum preislich abgesichert.
Das schafft Planungssicherheit. Gleichzeitig entsteht eine Abhängigkeit: Ein wesentlicher Teil des Energiebudgets hängt vom Marktpreis genau dieses Beschaffungszeitpunkts ab.
Die entscheidende Frage:
Passt Ihre Beschaffungsstrategie zu Ihrem tatsächlichen Verbrauch – oder hängt Ihr Energiebudget stärker als nötig von einzelnen Beschaffungszeitpunkten ab?
Stromvertrag und Beschaffungsstrategie sind nicht dasselbe
Bei der Strombeschaffung für Unternehmen geht es um mehr als den Vergleich verschiedener Anbieter und Arbeitspreise.
Entscheidend ist unter anderem:
- wann Strommengen preislich abgesichert werden,
- ob der Bedarf vollständig oder in mehreren Tranchen beschafft wird,
- wie gut sich der Verbrauch planen lässt,
- welche Rolle Grundlast und Lastspitzen spielen,
- und wie viel Planungssicherheit das Unternehmen benötigt.
Ein guter Stromvertrag ist deshalb nicht automatisch eine passende Beschaffungsstrategie.
Erst das Zusammenspiel aus Verbrauch, Lastprofil, Vertragsstruktur und Beschaffungszeitpunkten zeigt, ob das gewählte Modell tatsächlich zum Unternehmen passt.
Festpreis oder Tranchenbeschaffung?
Vollständige Preisfixierung
Der geplante Strombedarf wird für einen bestimmten Zeitraum weitgehend zu einem definierten Zeitpunkt preislich abgesichert.
Vorteil:
Hohe Kalkulierbarkeit.
Zu beachten:
Der Beschaffungspreis hängt stark vom Preisniveau dieses Zeitpunkts ab.
Tranchenbeschaffung
Teilmengen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten preislich abgesichert.
Vorteil:
Das Timing-Risiko verteilt sich auf mehrere Entscheidungen.
Zu beachten:
Tranchen sind nicht automatisch günstiger.
Welche Variante zum Unternehmen passt, hängt unter anderem von Verbrauch, Lastprofil, Planungshorizont und gewünschter Risikostruktur ab.
Wichtig: Die Frage lautet nicht, welches Modell grundsätzlich günstiger ist. Entscheidend ist, welches Modell zum Verbrauch und zur gewünschten Balance aus Planungssicherheit und Marktrisiko passt.
Warum der Beschaffungszeitpunkt finanziell relevant ist
Bei größeren Strommengen können bereits vergleichsweise kleine Preisunterschiede erhebliche rechnerische Auswirkungen haben.
Ein Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von 5 GWh benötigt 5.000 MWh Strom.
Was bedeuten unterschiedliche Beschaffungspreise bei 5 GWh?
5 €/MWh
25.000 €
rechnerische Differenz
10 €/MWh
50.000 €
rechnerische Differenz
20 €/MWh
100.000 €
rechnerische Differenz
Hinweis: Diese Beispielrechnung ist kein Einsparversprechen. Sie zeigt ausschließlich den rechnerischen Effekt unterschiedlicher Beschaffungspreise bei identischer Verbrauchsmenge.
Gerade bei größeren Strommengen lohnt deshalb nicht nur der Blick auf den angebotenen Preis, sondern auch auf die Frage, wie dieser Preis zustande kommt und welche Abhängigkeit von einzelnen Beschaffungszeitpunkten besteht.
Warum das Lastprofil bei der Strombeschaffung entscheidend ist
Zwei Unternehmen können den gleichen Jahresverbrauch haben und trotzdem völlig unterschiedliche Voraussetzungen für ihre Strombeschaffung.
Ein Produktionsbetrieb im Einschichtbetrieb benötigt Strom anders als ein Unternehmen mit kontinuierlicher 24-Stunden-Produktion.
Der reine Jahresverbrauch reicht deshalb für eine fundierte Bewertung nicht aus.
Ein Lastprofil zeigt unter anderem:
- wann Strom tatsächlich verbraucht wird,
- wie hoch die kontinuierliche Grundlast ist,
- wann Verbrauchsspitzen auftreten,
- wie stark der Verbrauch schwankt,
- und welche Mengen vergleichsweise gut planbar sind.
Erst daraus lässt sich sinnvoll beurteilen, ob die bestehende Beschaffungsstruktur zum tatsächlichen Verbrauch des Unternehmens passt.
Welche Strombeschaffung ist für Unternehmen sinnvoll?
Eine pauschal beste Beschaffungsstrategie gibt es nicht.
Eine vollständige Preisfixierung kann sinnvoll sein, wenn eine möglichst hohe Budgetsicherheit im Vordergrund steht.
Eine Tranchenbeschaffung kann sinnvoll sein, wenn die Abhängigkeit von einem einzelnen Beschaffungszeitpunkt reduziert werden soll.
Bei geeigneten Verbrauchsstrukturen kann zusätzlich geprüft werden, ob unterschiedliche Verbrauchsbestandteile differenziert betrachtet werden können.
Nicht die richtige Frage:
„Welches Beschaffungsmodell ist grundsätzlich am günstigsten?“
Die bessere Frage:
„Welches Modell passt zu unserem Verbrauch und zu unserem gewünschten Verhältnis aus Planungssicherheit und Marktrisiko?“
Der SEICON Beschaffungs-Kurzcheck
SEICON bietet produzierenden Unternehmen ab 100.000 kWh Jahresverbrauch einen kostenfreien und unverbindlichen Beschaffungs-Kurzcheck an.
Jahresverbrauch und Verbrauchsstruktur einordnen.
Bestehendes Modell und Beschaffungsstruktur betrachten.
Vorhandenen Lastgang in die Bewertung einbeziehen.
Ziel ist ausdrücklich keine pauschale Ersparnisprognose.
Stattdessen geht es um eine erste belastbare Einordnung:
Wie stark hängt die aktuelle Strombeschaffung von einzelnen Beschaffungszeitpunkten ab – und lohnt sich eine genauere Prüfung?
Je nach Datenlage können unterschiedliche Beschaffungsansätze betrachtet werden, beispielsweise eine vollständige Preisfixierung, mehrere Tranchen oder eine stärker am Verbrauch orientierte Struktur.
Wie gut passt Ihre Beschaffungsstrategie zu Ihrem Verbrauch?
Kostenfreier und unverbindlicher Beschaffungs-Kurzcheck für produzierende Unternehmen ab 100.000 kWh Jahresverbrauch.
Häufige Fragen zur Strombeschaffung für Unternehmen
Die wichtigsten Antworten zur Beschaffungsstrategie, Tranchenbeschaffung und zum SEICON Beschaffungs-Kurzcheck.
Was ist Tranchenbeschaffung?
Bei der Tranchenbeschaffung wird die benötigte Strommenge nicht vollständig zu einem einzigen Zeitpunkt preislich abgesichert. Stattdessen erfolgt die Preisfixierung mehrerer Teilmengen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Ist Tranchenbeschaffung automatisch günstiger?
Nein. Mehrere Beschaffungszeitpunkte können das Timing-Risiko verteilen. Daraus ergibt sich jedoch keine Garantie für einen niedrigeren Gesamtpreis.
Warum ist der Lastgang wichtig?
Der Jahresverbrauch zeigt, wie viel Strom insgesamt benötigt wird. Der Lastgang zeigt zusätzlich, wann und in welcher Höhe Strom verbraucht wird. Dadurch kann die tatsächliche Verbrauchsstruktur wesentlich genauer beurteilt werden.
Ab welchem Verbrauch lohnt sich eine Prüfung der Beschaffungsstrategie?
Eine allgemeingültige Verbrauchsgrenze gibt es nicht. Der SEICON Beschaffungs-Kurzcheck richtet sich gezielt an produzierende Unternehmen ab 100.000 kWh Jahresverbrauch. Ob eine bestimmte Beschaffungsstruktur sinnvoll ist, hängt jedoch nicht allein von der Verbrauchsmenge ab.
Verspricht SEICON eine bestimmte Ersparnis?
Nein. Eine belastbare Aussage über mögliche wirtschaftliche Effekte setzt die konkreten Verbrauchs-, Vertrags- und Beschaffungsdaten des Unternehmens voraus.
Welche Daten werden für den Beschaffungs-Kurzcheck benötigt?
Für eine erste Einordnung werden insbesondere Jahresverbrauch, bestehendes Beschaffungsmodell und Standort betrachtet. Ein vorhandener Lastgang ermöglicht eine detailliertere Analyse der Verbrauchsstruktur.
Passt Ihre Strombeschaffung wirklich zu Ihrem Verbrauch?
Bei größeren Strommengen sollte nicht nur der aktuelle Arbeitspreis betrachtet werden.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage, wie der Strom beschafft wird und welches Risiko die bestehende Struktur beinhaltet.
Mit dem kostenfreien SEICON Beschaffungs-Kurzcheck können produzierende Unternehmen ab 100.000 kWh Jahresverbrauch ihre aktuelle Beschaffungssituation zunächst unverbindlich einordnen lassen.
Strombeschaffung nicht nur vergleichen. Struktur prüfen.
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